Schule am Ortenberg / der Philipps-Universität Marburg

Geschichte

 

Bauphase

 

Die Schule entstand aus zwei, lange Jahre völlig unabhängig arbeitenden Institutionen. Einmal die "Klinikumsstelle beim Schulamt'', einem "frei schwebenden Lehrer'', der die Schülerpatienten der Kindern, Haut- und HNO-Klinik alleine versorgte. Er gehörte keiner städtischen Schule an, sondern war direkt dem Schulamt zugeordnet. Die pädagogische Arbeit definierte sich hier ausgehend von der "Nachhilfe", die dem kranken Kinde gewährt wurde, um den Anschluss an die Heimatschule zu erhalten. Zum anderen entwickelten sich die "Sonderschulklassen" an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Schon bei deren Gründung 1958 hatte Prof. Stutte damals die wichtige Rolle erkannt, die Lehrer sowohl bei der Diagnostik, als auch bei der Therapie der psychisch erkrankten Kinder und Jugendlichen spielen können. Zum interdisziplinären Behandlungsteam gehörte von Anbeginn an auch ein Lehrer. Bald entwickelten sich organisatorisch die "Sonderschulklassen" an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Die Kolleginnen und Kollegen der ersten Jahre dieser Schule unternahmen große Anstrengungen, um einen geeigneten Schulträger (später das Land Hessen) zu finden und ein eigenständiges Profil zu entwickeln.

Im Jahre 1977 wurde dann durch Erlass die Schule für Kranke am Klinikum der Philipps-Universität gegründet, die beide Schulstellen vereinte.